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Paten 03/2020 Umdenkprozesse dringend erforderlich

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Beschreibung

Paten 03/2020 Umdenkprozesse dringend erforderlich

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

die Welt, das Land, ist zurzeit im ständigen Wandel. Mit den Beschränkungen unseres Alltags wuchs und wächst immer noch der Einfallsreichtum der Menschen. Viele Dinge die vorher eher schlecht denkbar waren (eine Sprechstunde per Video-Konferenz z.B. mit der zuständigen Mitarbeiterin des Jugendamtes oder Trägers) werden Realität. Unterricht wurde digital, das Homeoffice für viele real. Doch müssen wir einmal mehr darauf Acht geben, der fortschreitenden Digitalisierung nicht noch mehr Social-Distancing folgen zu lassen und uns hier feste Freiräume schaffen. Kommunikation zwischen Allen, die sich um unsere Kinder sorgen und mühen, darf nicht fehlen.

Es mag den Anschein haben, dass ein Gefühl der Einsamkeit in einer Gesellschaft der Kommunikationsdichte an Geltung verloren hat. Menschen sind jederzeit schnell miteinander verbunden und ständig verfügbar und doch gibt es Anzeichen, die darauf hinweisen, dass Einsamkeit auf subtile Weise äußerst präsent ist, sich Pflege- und Adoptivfamilien alleingelassen fühlen.

Gerade jetzt ist es nötig, ggf. auch über neue Wege, zusammenzurücken, uns mit unseren Mitmenschen auszutauschen und uns gegenseitig zu helfen und zu unterstützen. An Vielen Stellen ist ein rasches Umdenken, für unsere  besonderen Kinder,  dringend erforderlich.

Die Artikel unserer Ausgabe zeigen aus verschiedenen Blickwinkeln die Bedarfe der Pflege- und Adoptivfamilien. Mit viel Innovationskraft und einer nötigen Portion Spontanität werden hier neue Strukturen geschaffen und bewährte ausgebaut, denn Hilfeerbringung muss auch in Zeiten strikter Kontaktvermeidung möglich bleiben. Die verschiedenen Wege digitaler Kontakte müssen flexibel genutzt werden, wobei auch Vororttermine mit und in Familien weiterhin stattfinden müssen. Unterbrochene Hilfen dürfen zum Wohle unserer Kinder nicht sein! Hilfen, die aufgrund der besonderen Situation nicht möglich erscheinen müssen bestmöglich kompensiert werden!

Die Pflege- und Adoptivfamilien benötigen auch Unterstützung in Form von Verständnis und Sicherheit. Jugendhilfe muss hier mehr als Partner verstanden werden (können). Das braucht auch manchmal deutlichere Kommunikation und Angebote jenseits der (alt-)hergebrachten Abläufe. Sicherlich helfen hier auch schlankere Prozesse. Ein Umdenken muss stattfinden, gerade auch unter den derzeitigen neuen Bedingungen der Alltagsgestaltung. Der Fokus muss auf praktikable Lösungen gerichtet werden.

Viel Freude beim Lesen wünschen Ihnen

Ihre Susanne Schumann-Kessner & Ihr Dirk Müller

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