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Paten 04/2020 Fachaufsicht als Chance

10,00  inkl. Mwst.

Warum Fachkräfte und AdressatInnen von der Einführung einer Fachaufsicht über Jugendämter profitieren würden. Die drei Ebenen im Kinderschutz

Beschreibung

Paten 04/2020 Fachaufsicht als Chance

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

zurückblickend auf das diesjährige verrückte Jahr kommt uns gerade folgender Gedanke: „Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.“ Stellvertretend für unseren gesamten Vorstand möchten wir uns an dieser Stelle, in unserem beliebten Jahresrückblick, zu allererst bei unseren Adoptiv- und Pflegeeltern ganz herzlich bedanken. In unserer Geschäftsstelle kamen überwiegend positive Meldungen an, dass der Distanzunterricht zu Hause ab März recht gut umgesetzt werden konnte. Trotz der Umstellungen und Umstrukturierungen auf verschiedenste Internetplattformen auszuweichen oder auf den klassischen Mailverkehr zurückzugreifen, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und unsere Adoptiv- und Pflegekinder meisterten diesen gewaltigen Umbruch sensationell. Auch denen zollen wir an dieser Stelle unseren Respekt. Ihr alle habt das verdammt gut gemacht! Relativ schnell wurde allen bewusst es fehlt den Schulen landesweit, deutschlandweit, an technischen Mitteln und Geldern, sowie an Räumlichkeiten und an Personal. Familien konnten hier auch nicht immer auf geeignete technische Mittel zurückgreifen, um den Anforderungen der Schule gerecht zu werden. Es wird sicherlich seine Zeit brauchen, das alles einheitlich gut umzusetzen und die Schulen, Lehrer und Schüler, entsprechend auszustatten. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich das alles entwickeln wird. Wer von uns hätte schließlich vor einem Jahr gedacht das Homeschooling von heute auf morgen möglich wäre?

Keiner mochte dieses Jahr mit unseren Politikerrinnen und Politikern tauschen. Egal was sie beschlossen, verfügt haben oder verordnet haben, irgendeiner hatte immer irgendetwas zu meckern. Wir danken speziell unser Ansprechpartnern im Düsseldorfer Landtag und in den verschiedensten Ministerien sehr, hatten sie doch auch immer wieder ein Ohr für die Belange die uns als Verein in diesem Jahr so geschäftig umtrieben. Die Bedingungen für Familien während des doch recht langen Lock downs, ebenso wie die Jugendhilfen, die Kontakte zu Trägern und Familien, die zum Teil einfach so pausieren mussten, eingestellt worden sind, einfach so abbrachen. Das brachte einige Familien wirklich hart an ihre Belastungsgrenzen. Wir beobachten aus der Distanz heraus, im engen Austausch mit anderen Kinder und Jugendhilfe Institutionen, Trägern und Schulen, Anwälten, Verbänden und kirchlichen Institutionen etc. pp. sehr genau, wo dringender Handlungsbedarf bestand und machten die Politikerinnen und Politiker, auf die leider während der Pandemie teilweise zunehmende Gewalt gegenüber Frauen, Kindern, Männern, aufmerksam. Fehlte doch hier ein Ausgleich an sportlicher Betätigung, oder der häufige Besuch des Spielplatzes, das Treffen, Spielen mit Freunden im Freien an der frischen Luft oder der fehlende Kontakt zu Oma und Opa und anderen Verwandten. Ja, selbst das Einkaufen konnte hier zusätzlichen Stress erzeugen. Daher war es uns umso wichtiger möglichst schnell wieder zum Präsenzunterricht zurückzukehren.

Gerade dafür setzte sich unsere Geschäftsführerin sehr ein. Dafür danken wir dir hier auch sehr herzlich liebe Susanne Schumann-Kessner. Du hast hier wieder fortwährend unermüdlich mit viel Sachverstand und Empathie den hilfesuchen mit Rat und Tat zur Seite gestanden, sowie Beratungen und Beistandschaften geführt.

Traurig waren darüber, dass wir unsere Schulungsangebote, die langfristig geplant waren, absagen und verschieben mussten. Sogar unsere Mitgliederversammlung konnte in diesem Jahr nicht
stattfinden. Erstmals gehen auch wir hier neue Wege und werden diese im nächstes Jahr erstmals virtuell stattfinden lassen. Für diese Umsetzung konnten wir unsere ehrenamtlichen Mitglieder gewinnen.

Daher geht auch ein ganz herzlicher Dank an unsere beiden aktiven Kollegen, die geschäftsführenden Vorstand umtriebig für unseren Verein arbeiten. Ein großes Dankeschön an euch, Frau Wilms & Hr. Gottschlink, ihr seid spitze und ein Dreamteam noch dazu!

Eine neue Honorarkraft, Frau Martine Dohmen unterstützt uns seit Januar bei der grafischen und technischen Umsetzung unserer Fachzeitschrift paten. Liebe Frau Dohmen, herzlich willkommen bei uns. Vielen Dank für die vier tollen Hefte, die unseren Leserinnen und Lesern sehr gut gefallen. Auch hier erhalten wir viele erfreuliche Nachrichten, das neue Layout kommt an und fällt positiv auf! Danke auch an Hr. Müller, der als Redakteur unserer Fachzeitschrift mit erstellt. Man merkt dem neu gestalteten paten an, das auch er mit Freude und Begeisterung am Werke feilt. Er hatte die Idee der neuen Rubrik Leserbriefe am Ende des Heftes. Wenn sie Lust haben sich auch hier mit Leserzuschriften, kleinen Anekdoten oder Geschichten zu beteiligen, nur zu. Wir freuen uns sehr darauf. So können auch Sie hier mitbestimmen was Sie Lesen möchten.

Unsere Themen in vier Heften Bedürfnisse orientiert am Kindeswohl, Corona: Strategien in der Not, Umdenkprozesse dringend erforderlich und Fachaufsicht als Chance, wurden entsprechend ergänzt durch die jeweiligen relevanten Themen rund um das Thema Recht, sowie um aktuelle Rechtsprechungen und Presseartikel, die uns von vielen Lieben Menschen zu Verfügung gestellt wurden. Diesen Lieben Menschen, danken wir auch hier recht herzlich. Ohne ihr Zutun könnten wir so ein tolle Fachzeitschrift gar nicht auf die Beine stellen. Es hat so sehr Spaß gemacht mit Euch zu arbeiten.

Liebe Leser, auch Ihnen gebührt unser aufrichtiger Dank. Durch ihre Zuschriften, Hinweise, Ergänzungen und persönlichen Anrufe auch zu den Heften, haben Sie uns vielfältig Ihren Respekt gezollt. Das gab es vorher
so noch nicht und hat uns stolz gemacht. Gemeinsam möchten wir uns mit Ihnen nun auf den Weg machen, in eine gesunde Weihnachtszeit und ein geruhsames Weihnachtsfest, das uns für einen kurzen Moment alle Sorgen, Ängste des Jahres vergessen lassen soll. Wir wünschen denen die erkrankt sind, heilsame Besserung und Gesundung. Passen Sie gut auf sich auf.

Ihnen allen frohe Weihnachten und beste Wünsche für das neue Jahr.
Wir stehen das gemeinsam durch. Wir bleiben für Sie, für uns, dran an unseren vielfältigen Themen. Versprochen.

Der gesamte Vorstand von PAN NRW e.V.

 

03  EDITORIAL

06  FACHAUFSICHT ALS CHANCE

06  Fachaufsicht als Chance

In diesem Artikel wird skizziert, warum Fachkräfte, die Mitarbeitenden und die Kinder von der Einführung einer Aufsicht über die Jugendämter profitieren würden. Von Prof. Dr. Kathinka Beckmann der Hochschule Koblenz

10  Hörstörungen bei Kindern mit Fetaler Alkoholspektrumstörung (FASD)

Dr. Reinhold Feldmann beleuchtet neben den Hörstörungen bei FASD Kindern auch Möglichkeiten zur Hilfe und gibt Hinweise zu einer besser gelingenden Kommunikation.

14  Am Werk – In nächster Nähe, so fern

Werkstätten für Menschen mit Behinderung bilden einen unsichtbaren Massenmarkt. In Deutschland arbeiten dort 300.000 Frauen und Männer. Jan Rübel hat sich in einem System umgesehen, das kaum jemand kennt.

21  DER KLEINE PATEN

26  RECHT, THEORIE und PRAXIS

26  Stellungnahme zum Entwurf eines Kinder- und Jugendstärkungsgesetz-KJSG

Die Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen von PAN Pflegeund Adoptivfamilien NRW

31  Fortschreibung der Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege 2021

Die jährlich erscheinende Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Fortschreibung der Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege (§§ 33, 39 SGB VIII) für das Jahr 2021

34  Spendenmöglichkeiten bei PAN

35  PRESSESCHAU

35  Für den Schulbegleiter – Unaufhörliches Bittstellen und Betteln

Viele Kinder mit fetalen Alkoholschäden benötigen Schulbegleitung. Diese sogenannte ‘schulische Eingliederungshilfe’ orientiert sich immer am individuellen Bedarf. Und so ist auch die Entscheidung über die Bewilligung genauso individuell.

38  DAKJ zur geplanten Gesetzesnovelle des Jugendschutzgesetzes

Die Abhängigkeit von Drogen-, Alkohol- und Nikotin sind ein hinlänglich bekanntes ernstzunehmendes Problem. Was ist mit der übermäßigen Nutzung digitaler Medien?

39  Leserbriefe

43  Wir suchen Verstärkung

 

 

 

 

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