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Herausgeber: Stiftung zum Wohl des Pflegekindes

Vernachlässigte und misshandelte Kinder im Blickfeld helfender Instanzen

Das 5. Jahrbuch ist geeignet, einen großen Leserkreis zu erreichen: MitarbeiterInnen der Jugendhilfe, sowie Pflegeeltern, TherapeutInnen, JuristInnen und WissenschaftlerInnen, aber auch interessierte Laien wie etwa politische Entscheidungsträger können gleichermaßen von der Lektüre profitieren.

Ob die Zusammenstellung des ersten Buchteils „Bedürfnisse von Pflegekindern“ mit einem wissenschaftlichen und zwei populärwissenschaftlichen Beiträgen passend ist, wird der Leser je nach fachlichem Hintergrund und persönlichem Interesse selbst entscheiden. Die folgenden drei Buchteile sowie der Gesamtaufbau hingegen überzeugen in Themenauswahl und Gliederung durch Kohärenz.

Eine sinnvolle inhaltliche Ergänzung ist auch die Weiterführung des im vierten Jahrbuch begonnenen Abdrucks von Rechtsprechungsauszügen verschiedener Instanzen (Amtsgericht bis Bundesgerichtshof), die sich mit zentralen Fragen des Pflegekinderwesens befassen. Zudem bietet der Annex mit dem Auszug einschlägiger Gesetzestexte und den Adressen von Rechtsanwältinnen, die sich auf die Vertretung in Pflegekindschaftssachen spezialisiert haben, den LeserInnen wertvolle praktische Hilfen. Die zahlreichen Literaturverweise und Belege am Ende der Beiträge ermöglichen überdies die gezielte vertiefende Lektüre aktueller Literatur zur Pflegekindschaft.

Insgesamt betrachte leistet das aktuelle Jahrbuch mit seinem Tenor einer kritischen Distanzierung zur einseitigen Orientierung an Elternrechten und der Verharmlosung von Erziehungsdefiziten nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Pflegekinderwesen, sondern auch zur in den vergangenen Jahren bundesweit rege geführten Fachdiskussion über die Weiterentwicklung des Kinderschutzes.

 
5. Jahrbuch des Pflegekinderwesens: Grundbedürfnisse von Kindern – Vernachlässigte und misshandelte Kinder im Blickfeld helfender Instanzen
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