Christoph Malter
Eigenverlag, 2012, 223 Seiten

Ein Beitrag zu den Entwicklungsmöglichkeiten traumatisierter und verwahrloster Kinder

In der vorliegenden Monographie geht der Sozialpädagoge Christoph Malter der Frage nach, wie sich Pflegekinder, die vor der Inpflegegabe längeren Episoden der Vernachlässigung, Misshandlung oder des Missbrauchs ausgesetzt waren, langfristig entwickeln können. Er kann auf 30 Jahre der Pflegekinderarbeit im Therapeutischen Programm für Pflegekinder (TPP) der Berliner Arbeitsgemeinschaft für Sozialberatung und Psychotherapie (AGSP) zurückblicken.

Über viele Jahre hatte er mit unserem langjährigen Beiratsmitglied, dem im Jahr 2008 verstorbenen Prof. Dr. Kurt Eberhard, dort die Pflegekinderarbeit wissenschaftlich begleitet. Im Jahr 2002 wurden sie für das Konzept und ihre Arbeit – die nachweislich zu Stabilität bei Pflegeverhältnissen führt – mit dem Förderpreis für herausragende Arbeiten im Dienste von Pflegekindern durch die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes ausgezeichnet.

Vieles von dem, was die Besucher unserer Internetseiten (www.agsp.de und www.kiap-sh.de) bereits kennen, wird hier erstmals zusammengefasst publiziert, bspw. Ergebnisse aus dem empirischen Längsschnittuntersuchung im TPP, Schlussfolgerungen daraus für die Theorie und Praxis des Pflegekinderwesens oder die kinderschutzpolitischen Forderungen der Holzmindener Konferenz im Jahr 2005.

Die Ergebnisse stimmen mit den Erkenntnissen aus unserer Krisenhilfearbeit überein. Ergänzend wird ausgewählte Literatur zur Deprivations- und Bindungsforschung leicht verständlich vorgestellt und damit eindrucksvoll belegt, wie wichtig, prägende und richtungsweisend die ersten Lebensjahre eines Kindes für seinen weiteren Lebensweg sind und wie mühsam es ist, Fehlentwicklungen zu korrigieren.
Dass dies dennoch gelingen kann, darüber berichten heute junge Erwachsene, ehemalige Pflegekinder, die in den 1980er Jahren im TPP als Pflegekind aufgenommen wurden, ebenso eindrucksvoll wie die Projektleiterin, Gudrun Eberhard.

Es wird Bezug genommen zu allgemeinen Themen der Jugendhilfe und Stellung bezogen zu Fragen des Umgangs, des Kinderschutzes und der Rückführung von Pflegekindern und aufgezeigt, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu anderen Hilfen mit ähnlicher Zielsetzung bestehen. Den Leserinnen und Lesern wünschen wir eine Erkenntnis bringende und anregende Lektüre.

 

 

 

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Bundesweit einheitliche Fachstandards in der Kinder- und Jugendhilfe fehlen. Wo sie innerhalb von Bundesländern recht unterschiedlich existieren, sind sie, auch bei intensiven Bemühungen von Mitarbeitern der Landesbehörden, in den Jugendämtern kaum durchsetzbar.


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